Archive for the ‘Ferienkind’ Category

Ferienkind Aarone aus Frankreich

Donnerstag, August 13th, 2009

Schon der dritte Sommer verbringt ein Mädchen aus einer französischen Grossstadt einige Wochen ihrer Ferien bei uns in der Schweiz. Das erste Mal war Cindy bei uns, das zweite Mal war es Laetitia. Im Idealfall würde jedes Jahr das selbe Mädchen wieder zur selben Familie gehen. Doch nachdem unser erstes Ferienkind Cindy letztes Jahr ihre Verwandten in Afrika besuchen durfte, so hat ihre Mutter dieses Jahr ganz kurzfristig abgesagt, weil sie Angst wegen der Schweinegrippe hatte! Wir bedauerten dies zwar sehr, haben jedoch zugesagt, ein anderes Mädchen bei uns aufzunehmen. Solch eine Zusage ist jedes mal ein Risiko, denn man hat keine Ahnung (ausser Alter und Geschlecht, das man wählen kann), was für einen Charakter das Kind hat, welches man zugeteilt bekommt. Risiko auch deshalb, weil dieses Kind die Umgebung unserer Familie während der Zeit seines Aufenthaltes massiv beeinflusst und mitprägt. Nicht nur, dass es eine andere Sprache spricht und eine andere Hautfarbe hat, ihre ganze Herkunft ist komplett anders als jene von uns. Da gilt es beiderseits Rücksicht zu nehmen, tolerant zu sein, Kompromisse einzugehen. Das ist ein Lernfeld der besonderen Art für alle Beteiligten. Ferienkind Aarone

So ist nun seit über einem Monat Aarone bei uns und wir dürfen mit ihr zusammen eine sehr harmonische und schöne Zeit erleben. Es ist sogar so harmonisch zwischen ihr und unseren Kinder, dass wir ihren Aufenthalt von drei auf sechs Wochen verlängern konnten.  Das heisst aber nicht, dass alles nur perfekt läuft. Es gibt nämlich immer wieder kleine Herausforderungen, welche wir zu bewältigen haben. Doch da ihr Grundwesen wirklich sehr lieb und friedvoll ist, übertrifft das Positive bei weitem. Die Kinder haben es gut miteinander und es gibt nur sehr selten einen kleinen Konflikt. Für Aarone ist das hier bei uns eine Welt, die sie bis jetzt nicht kannte. Es scheint so ziemlich vieles anders zu sein als bei ihr zu Hause in der kleinen Wohnung an schlechtester und lautester Wohnlage mitten in der Betonwüste. So staunt sie z.B. dass wir für ein Geburtstagsfest einen Kuchen backen und nicht kaufen und noch vielmehr staunt sie, dass wir auch ohne speziellen Grund mal einen Kuchen backen. Sie staunt, dass der Fernseher bei uns nicht von morgens früh bis abends spät läuft und unsere Kinder der Fernseher überhaupt nicht interessiert. Sie staunt, dass es direkt hinter unserem Haus Kühe hat und hier so ruhig ist. Sie staunt, dass ich so viel Zeit ins Kochen investiere und noch viel mehr, dass ich auch immer wieder alles aufräume und dass alles so sauber ist. Sie staunt über das Spiel-und Lernangebot und dass unsere Kinder freiwillig lesen, schreiben oder Allerlei lernen. Sie staunt, dass wir so viel Zeit hier zu Hause verbringen und es den Kindern trotzdem nicht langweilig ist und sie staunt, dass sie am Morgen niemanden wecken darf. Sie staunt, dass wir nicht direkt am Meer wohnen (mit dieser Vorstellung ist sie bei uns eingetroffen!) und am Meisten staunt sie, dass unsere Kinder ihren Papa lieben und umgekehrt. Das scheint für sie unvorstellbar zu sein.

Es gibt auch viele Dinge, worüber wir staunen, z.B. über ihre Vorstellung von Ordnung (dieses Wort existiert in ihrem Wortschatz definitiv nicht!), Fernsehschauen, Animation, Ernährung oder Supermarkt, wo wir wirklich sehr weit voneinander entfernt sind. Dies beeinträchtigt aber unsere entspannte Umgebung nicht, weshalb wir das so annehmen wie es ist.

Dass es Aarone bei uns gefällt, manifestierte sie bereits am zweiten Tag ihres Hierseins, indem sie wissen wollte, ob sie in einem Jahr wieder kommen dürfe. Und so wie es im Moment aussieht, würden wir uns alle darüber freuen.

Zeit mit Ferienkind bald zu Ende

Freitag, August 1st, 2008

Schon seit über 3 Wochen ist Laetitia, unser Kovive-Ferienkind, bei uns in den Ferien. Wie bereits letztes Jahr mit dem Ferienkind Cindy haben wir miteinander viele neue Erfahrungen machen dürfen.

Auf Empfehlung des Kinderhilfswerkes Kovive und selbstverständlich mit unserem Einverständnis wurde in der lokalen Presse ein Artikel über unsere Erfahrungen mit dem Kovive-Ferienkind publiziert, welchen wir der Bildung Zuhause Community nicht vorenthalten wollen (siehe St. Galler Tagblatt).

Laetitia fährt am Montag wieder nach Hause, nach Paris.

Ferienkind aus Paris

Freitag, Juli 11th, 2008

Vor einem Jahr durften wir eine sehr schöne Sommerzeit mit unserem Gastkind Cindy aus Paris verbringen. Während des ganzen Jahres hatten wir immer mal wieder Telefonkontakt mit ihr. Sie zählte schon um die Weihnachtszeit die Tage, bis sie wieder zu uns in die Schweiz darf und auch unsere Kinder freuten sich schon lange darauf. Aber wie so oft im Leben kommt Manches manchmal ganz anders. So haben wir erst kürzlich erfahren, dass Cindy diesen Sommer ihre Verwandten in Afrika besuchen gehen darf, was wir ihr natürlich von Herzen gönnen. Deshalb wurden wir angefragt, ob wir auch bereit wären, ein anderes Kind bei uns aufzunehmen.

Nach einer anstrengenden, über 12 Stunden langen Reise zusammen mit etwa 450 anderen Kindern und vielen Begleitpersonen erreichte uns Laetitia heute Mittag. Die vielen neuen Eindrücke hatten sie müde gemacht und liessen auch einige Tränchen über ihre Backen kullern. Dies ist nur allzu verständlich. Ist sie doch erst sechs Jahre alt und wird nun mehrere Wochen von ihrer Mutter, mit welcher sie alleine zusammen lebt, getrennt sein. Für Laetitia ist das eine beachtliche Leistung und ebenfalls für ihre Mutter. Denn diesen Müttern (und Vätern) fällt es meistens auch sehr schwer, sich von ihren Kindern zu trennen. Doch in ihrem Notzustand mit ihren meistens sehr miesen Wohnverhältnissen an schlechtester und lautester Lage, ihrer finanziellen Notlage und oftmals noch anderen Problemen tun sie diesen Schritt aus Liebe zu ihren Kindern. Obwohl diese Kinder vom "Pariser Slum" in die Schweiz in kleine Paradiese in die Ferien dürfen und nachher wieder zurück müssen, zeigen die jahrelangen Erfahrungen von Kovive, dass solche Ferien für diese Kinder sehr nachhaltig sind und diesen Kindern Perspektiven öffnen.

Aus einer völlig anderen Welt, völlig anderer Kultur und Sprache wird es wohl noch etwas dauern, bis Laetitia in "unserer Welt" ankommen wird. Die Kinder tasten sich aneinander heran und verständigen sich mit Händen und Füssen, aber auch mit hochdeutschen und französischen Worten und durften heute schon einen interessanten Nachmittag zusammen erleben.

So wünschen wir Laetitia, dass sie sich bei uns wohl fühlt, schöne Ferien zusammen mit unseren Kindern erlebt und nachhaltige Eindrücke mit nach Hause nimmt.

Cindy geht nach Hause

Sonntag, August 5th, 2007
Eine sehr schöne, sehr befruchtende und sehr harmonische Zeit zusammen mit unserem Ferienkind Cindy ist leider schon wieder vorbei. Wir haben die Zeit mit ihr genossen, und sie mit uns hoffentlich auch. Dass sie gar nicht mehr nach Paris zurückkehren wollte, wunderte uns nicht allzu sehr. Am liebsten hätte sie gehabt, wenn ihre Mutter auch bei uns wohnen dürfte, obwohl sie kein einziges mal Heimweh nach ihr hatte! Dass sie in Paris auch nicht mehr zur Schule gehen wolle, überraschte uns ebenfalls nicht sehr, obwohl sie am Anfang von der Schule mit den vielen Spielsachen schwärmte. Verständlich, denn sie erzählte uns, dass sie bei sich zu Hause kaum Spielsachen habe und dass es in der Wohnung auch keinen Platz zum Spielen gäbe. Wenn sie aufstehe, dann würde sie etwas essen und wenn keine Schule ist, dann würde sie anschliessend TV schauen, wieder essen und irgendwann schlafen gehen. Für Cindy scheint es wirklich ein Segen zu sein, dass sie zur Schule gehen darf! Alle Kinder hatten es meistens sehr friedlich miteinander und es gab beiderseits auch kaum Eifersucht. Wenn bei Cindy eine Eifersucht aufkam, dann war es wohl beim Abschied, denn sie wusste, wohin sie jetzt wieder musste. Bei Cindy spürte man sehr gut, dass sie von ihrer Mutter geliebt wird und von dieser Liebe schien sie genügend genährt zu sein, so dass sie auch mal ein lautes NO von Olivia einstecken konnte. Sara teilte mit Cindy alles, aber auch wirklich alles, angefangen bei den Kleidern, Spielsachen, Freundinnen bis zum Schluss noch das Bett!

Mit der Sprache gab es nie ein Problem. Den Anspruch auf Perfektion hat Sara zwar nie aufgegeben und sie hat mich dementsprechend viel gefragt, was denn dies oder jenes auf französisch heisst. Die Kommunikation hat aber immer stattgefunden!

Der Abschied am Bahnhof war irgendwie hart. Eine Person, welche mit anderen Begleitern die ca. 350 Kinder zurück nach Paris zurück begleitet, erzählte uns, dass jedes Jahr mehrere Kinder von keinem Elternteil abgeholt würden und da müsse jeweils schon im Voraus für Notunterkünfte dieser Kinder gesorgt werden. Denn oftmals könne es mehrere Tage dauern, bis diese Eltern endlich auffindbar seien.

Die Erlebnisse mit Cindy halten wir in schöner Erinnerung und freuen uns schon jetzt darauf, wenn sie nächsten Sommer wieder zu uns kommt.

Einfach SEIN

Sonntag, Juli 15th, 2007
Zur Zeit ist es bei uns sehr heiss und die Kinder suchen überall den Schatten und das Wasser. Hinter unserem Haus ist es angenehm kühl und wir verbringen dort viel Zeit des Tages. Langeweile kennen unsere Kinder nicht. Ich glaube sogar, dass sie dieses Wort überhaupt nicht einmal kennen. Diese heissen Tage spielen sie oft Verstecken oder malen mit Kreide, gehen am Seil beim Lindenbaum schaukeln oder im kleinen Wasserbecken sich erfrischen, füllen den Sandhaufen mit Wasser, machen mit den Figürchen im Schatten Rollenspiele, üben Hula-Hopp mit einem grossen Reifen, versuchen Heuschrecken in die Hand zu nehmen oder sie beobachten den Bauern beim Heuen, usw. usw.

Da die Heimat von Cindy Rummel, Action, Animation und TV bedeutet, dauerte es ca. eine Woche, bis sie bei uns in der Ruhe wirklich angekommen ist. Nun geniesst sie das SEIN mit unseren Kindern und ist hier gut integriert. Einige Wörter und Sätze, die Sara mittlerweile auf französisch kennt, wendet sie mit Cindy korrekt an. Ansonsten spricht sie mit Cindy auf Hochdeutsch, in der Annahme, dass sie das eher versteht als Mundart. Wie auch immer, die Kommunikation funktioniert auf jeden Fall und auch Nalin ruft uns schon einige französische Ausdrücke entgegen.

Auf diese Art und Weise dürfen Kinder auf ganz natürliche Art und Weise mit einer Fremdsprache in Berührung kommen und haben viel Spass dabei.

Was essen?

Sonntag, Juli 15th, 2007

Mit dem Essen ist das so eine Sache mit Cindy. Hier scheinen wir wirklich sehr weit voneinander entfernt zu sein. Bis jetzt hab ich erst sehr wenig herausgefunden, was Cindy gerne isst. Wenn ich sie frage, dann weiss sie es selber auch nicht. Mittlerweile weiss ich aber schon eine ganze Liste, was sie nicht mag. Dazu zählen alle Pastas und Spaghettis sowie auch alle Reisvariationen, alle rohen und gekochten Gemüse sowie auch alle Früchte, ausser Bananen. Heute hat sie zwar entdeckt, dass die Himbeeren in unserem Garten gut schmecken und auch unser selbstgebackenes Brot mag sie, welches wir ihr im Notfall immer anbieten können, und das ist eigentlich immer der Fall! Sara und Olivia fanden es kürzlich ziemlich lustig, als Cindy nach dem Essen einen schwarzen Kaffee verlangte! Jetzt sind sie dauernd am Rätseln, was denn Cindy wohl zu Hause isst und was denn dort noch alles anders ist als bei uns. In Büchern suchen sie Bilder von dunkelhäutigen Kindern und grossen Wohnhäusern und wollen wissen, ob Cindy wohl in diesem Haus wohnt oder vielleicht in dem nebenan? So entstehen wieder viele neue Lernfelder für unsere Kinder sowie auch für Cindy.

Normaler Alltag

Sonntag, Juli 15th, 2007

Meistens besprechen wir beim gemeinsamen Frühstück die Pläne und Vorlieben jedes Einzelnen. Frage ich die Kinder, was sie heute am liebsten tun möchten, dann antworten sie fast immer: “Einfach hier spielen”. Wir besprechen auch, was unbedingt erledigt werden sollte und planen uns dafür die Zeit ein. Heute z.B. mussten wir einen grossen Korb voller Wäsche zusammenlegen, eine Arbeit die wir immer gemeinsam erledigen und es wird schon am Frühstückstisch gehandelt, wer was zusammenlegt. Diese Arbeit macht meistens allen Spass und manchmal gelingt es mir noch eine Geschichte dazu zu erzählen. Heute legte Olivia die Waschlappen zusammen, Sara bevorzugte es, die Socken zu sortieren und ineinander zu krempeln und Cindy machte die Handtücher.


Nachdem die Wäsche versorgt war, wurde gespielt und gelernt. Sie machten mit ihren Figürchen Rollenspiele, aber jedes in seinem Ecken und in seiner eigenen Sprache, es wurden Zahlen an die Wandtafel geschrieben, dann wurde auf Papier gemalt, geschrieben, geschnitten, geleimt.
Später gabs ein Vestecken auf französisch. Sara wollte immer zählen und dann suchen gehen. Sie zählte auf französisch von 1 bis 10 und dann noch “je viens” und rannte los. Anfangs brauchte sie noch meine Hilfe, doch nach wenigen Malen gelang es ihr ganz alleine. Zusammen mit anderen Nachbarskindern wurde ein grosser Eiffelturm aus Klötzen gebaut und dann wurde noch mit Strassenkreiden draussen der Boden bemalt.


Bis jetzt haben es die drei Mädchen sehr friedlich und harmonisch miteinander.

Sara hat den Anspruch an sich, dass sie mit Cindy auf französisch sprechen will, und deshalb spricht sie auch dementsprechend wenig mit ihr!! Olivia ist da ganz anders. Die Sprache ist ihr egal und sie spricht mit Cindy, als ob diese alles verstehen würde. Interessant ist jeweils, dass Cindy auf Olivia eingeht und tatsächlich mehr oder weniger versteht, was ihr gesagt wurde.

Cindy ist da

Donnerstag, Juli 12th, 2007
Ab Heute sind wir für einen Monat lang einen “Sechsklang”. Unser Ferienkind Cindy ist bei uns gut angekommen und sie war den ganzen Tag damit beschäftigt, unser Haus und die Umgebung zu entdecken. Sie hüpfte von einem Raum in den anderen, bestaunte dies, bemusterte das, probierte jenes aus und war am meisten fasziniert über die grosse Wiese und die Kühe hinter dem Haus. Sara und Olivia folgten ihr jeweils Schritt auf Schritt und beobachteten Cindy in ihrer Begeisterung. Für Cindy ist es eine völlig neue Welt, denn sie kommt aus einem Armenviertel in Paris und wohnt mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in einer kleinen Wohnung direkt an einer stark befahrenen Strasse.
Die Höhepunkte für Cindy waren, als wir beim Nachbarsbauern die Kühe aus der Nähe anschauen gingen und die Kinder alle noch im Heu hüpfen konnten sowie zu Hause aus dem frisch zubereiteten Teig Brötchen zu formen, zu backen und anschliessend zu essen.

Für Sara und Olivia war das Wichtigste zu sehen, dass Cindy lieb ist und es auch gerne lustig hat. Im Gegensatz zu Olivia spricht Sara noch nichts mit Cindy. Olivia spricht in ihrem Schweizerdeutsch dafür umso munterer drauflos und merkt, dass dies irgendwie funktioniert.

Französische Vorfreude

Samstag, Juli 7th, 2007

Nun geht es nur noch wenige Tage bis Cindy bei uns ankommt. Unsere beiden Mädchen sind schon jetzt ganz aufgeregt und können es kaum erwarten. Dass Cindy nur Französisch sprechen kann, stört sie gar nicht. Im Gegenteil. Sie finden das spannend und fragen mich oft, wie man dies und das auf Französisch nennt. Sara hört sich gerne die CD “Französisch, keine Hexerei” an. Dies ist eine Geschichte zweier Hexen, die eine kann nur Deutsch, die andere nur Französisch. Der absolute Hit im Moment ist aber unser Telefonbeantworter, wo Cindy schon mal darauf gesprochen hat. Dieser wird mehrmals täglich von Sara aufs Genauste abgehört und sie verkündete kürzlich, dass sie bald nur noch Französisch sprechen möchte.

Dass mit Cindy alles geteilt wird, ist für Sara und Olivia sonnenklar. So sind die beiden eifrig am Organisieren. Sara stellte fest:”Sie ist ja sicher kleiner als ich, dann braucht sie schon meinen Tripptrapp, und sicher hat sie in Paris nicht eine solch schöne Lillifee-Bettwäsche, dann geb ich ihr meine!” Falls sie Kleider braucht, hat Olivia schon vorgesorgt und Figürchen fürs Rollenspiel sind auch schon hergerichtet. Eine selbstgemachte Perlenkette als Begrüssungsgeschenk liegt bereit und das Lieblingsmenu von Cindy für den ersten Tag ist in Vorbereitung.

Nun kann es also losgehen.

Ein spannender Augenblick

Sonntag, Juni 24th, 2007

In knapp zwei Wochen dürfen wir in unserer Familie ein Gastkind aus Paris willkommen heissen. Organisiert über http://www.kovive.ch/ wussten wir bis heute lediglich, dass zu uns ein fünfjähriges, dunkelhäutiges Mädchen in die Ferien kommt. Mit der Zusage, ein solches Kind für einen Monat zu sich nach Hause einzuladen, sagt man sozusagen Ja zur “Katze im Sack”. Deshalb bereiteten wir Sara und Olivia darauf vor, dass das Mädchen vielleicht nicht ihren Vorstellungen entsprechen wird. Heute traf nun der von unseren Mädchen lange ersehnte Brief mit genaueren Angaben über dieses Gastkind bei uns ein. Es war ein spannender Augenblick, als wir die ganze Familie auf dem Divan in der Stube sassen und gemeinsam den Brief öffneten. Natürlich musste ich sofort den Zettel mit dem Foto und dem Namen heraussuchen und es allen zeigen. Einige Momente war es mucksmäuschenstill, dann rief Olivia plötzlich ganz begeistert: “Sie hat ja weisse Zähne!” Das Foto mit Cindy wurde nun den ganzen Tag herumgetragen und Sara sagte am Abend, Cindy sehe lieb aus.

Wir freuen uns alle auf den Französischen Gast.