Mandala-Galerie

März 5th, 2010

Aus einem langen Brett von einem Notbett aus dem Luftschutzkeller (!) ist ein Mandala-Tisch entstanden. Als wir im ganzen Haus alle Farben zusammen suchten und sortiert in die Töpfchen stellten, staunten wir nicht schlecht! Es war uns gar nicht bewusst gewesen, dass wir überhaupt so viele Farben mit so unterschiedlichen Farbtönen haben! In der Mandala-Galerie halten sich die Kinder sehr oft vor dem Schlafen auf.
 Mandalagalerie

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann wird entweder ein Mandala ausgemalt, gezeichnet oder Tagebuch geschrieben. Dabei reflektieren sie oftmals den Tag und erzählen, wie sie sich in verschiedenen Situationen gefühlt haben. Doch auch tagsüber kommt es vor, dass sich eines der Kinder in die Mandala-Galerie zurückzieht und sich dort beim Malen zu sanfter Musik verweilt. Es hat in dieser Galerie auch Bücher, welche ‘Schritt-für-Schritt’ Anleitungen beinhalten um etwas Bestimmtes zu zeichnen. Diese werden meistens nur dann gebraucht, wenn das Zeichnen des gewünschten Objektes nicht so entstehen will, wie sie es sich vorgestellt haben! 

Die Mandala-Galerie ist für alle ein Ort der Ruhe.

Handwerker-Ecke

März 3rd, 2010

Als unser Sohn Nalin begann, Papa’s Handwerker-Kiste auszuräumen und mit den Werkzeugen unser Handwerker-EckeHaus zu erkunden, war der Zeitpunkt reif für eine Handwerker-Ecke!  In einer ungefährlichen Ecke des Hauses (im Wohnzimmer ;-() richteten wir für ihn Material her, um mit Nägeln in allen Grössen, mit Hammer, Schrauben und Schraubenzieher, Gummibändern, Feilen, Schleifpapier, Meter, Restenholz, usw. experimentieren zu können, ohne dass wir um unser Haus zu bangen brauchten! Schliesslich faszinierte die fertige Handwerker-Ecke aber nicht nur Nalin, sondern auch seine beiden Schwestern. Abgesehen von den phasenweise ‘nicht enden wollenden hammerschlagenden Geräuschen’ sind auch wir Eltern fasziniert, wie jedes unserer Kinder mit völlig unterschiedlicher Motivation an diese Werkzeuge herangeht und ausprobiert. So ist es bei dem einen Kind die pure Freude am rhythmischen Hämmern, beim anderen ist es, weil es einen Gegenstand für ein Rollenspiel braucht und wieder beim anderen, weil es in die Rolle eines Handwerkers schlüpft!

Momentan haben wir die Handwerker-Ecke aus Platzgründen in den Wintergarten verlegt, da inzwischen fast das gesamte Material vom Bauraum von dort in den Wohnbereich verlegt wurde.

So lassen wir uns von den Kinder immer wieder den Weg zeigen, wie wir die Lernumgebung gestalten können und bis jetzt hat es immer funktioniert!

Einladung zur Eltern-Inspiration

Februar 14th, 2010

Aufgrund mehreren Anfragen tragen wir schon seit einiger Zeit den Gedanken mit uns herum, unsere bewährten und profunden Eltern-Inspirationen auch für andere Interessierte zu öffnen. Diese Idee brauchte Zeit zum Reifen und nun freuen wir uns auf eine neue Form des Austausches. Wir wollen dazu alle Interessierten einladen, mit uns jeden zweiten Monat einen Samstagmorgen lang in ein spezifisches Thema einzutauchen, zu philosophieren und auszutauschen. Wir sind jetzt schon gespannt, was daraus entstehen wird und freuen uns sehr darauf.

Die nächste Eltern-Inspiration findet am 13. März 2010, 8.30 – 11.30 Uhr in Herisau statt. Als Thema haben wir ‘Entspannte Umgebung’ gewählt.

Wir werden uns mit Fragen auseinander setzen, wie z.B.:

- Was macht eine entspannte Umgebung aus?
- Wie sieht das im individuellen Alltag aus?
- Welche Rolle spielen wir als Eltern und Begleitpersonen dabei?
- Wo sind subtile Gefahren versteckt?
- Was löst Spannungen (bewusst oder unbewusst) aus?
- Was unterscheidet eine entspannte Umgebung innerlich und äusserlich?

Wir freuen uns auf alle Interessierten, die ebenso wie wir mit unseren Kindern wachsen wollen.

Wer mehr darüber erfahren oder sich gleich anmelden möchte, kann das jetzt hier tun: Auskunft oder Anmeldung.

Fremdsprachen lernen

Februar 10th, 2010

Wie ist es faszinierend miterleben zu dürfen, wie unsere Kinder absolut ohne Berührungsängste und ganz locker fremde Sprachen lernen! Das erste Mal kamen sie mit einer Fremdsprache in Berührung, als ein französisches Gastkind aus Paris bei uns für fast einen Monat in den Ferien war. Das ist nun schon über 2 Jahre her und mittlerweile sprechen und verstehen Sara und Olivia die französische Sprache zwar nicht perfekt, aber immerhin schon so gut, dass sie problemlos in dieser Fremdsprache telefonieren und kommunizieren!

Vor drei Monaten haben wir auf Wunsch unserer ältesten Tochter Sara mit Englisch angefangen. Während eines Auslandaufenthaltes hat sie diese Sprache beeindruckt und auf natürlicher Weise lernte sie damals einige Brocken davon. Eine der besten Formen, eine Sprache zu erlernen, ist sowieso, sich in einem entsprechenden Land über längere Zeit aufzuhalten. Da dies aber nicht immer möglich ist, lernen unsere Kinder die Fremdsprache hier Zuhause auf ähnliche Art und Weise, wie wenn sie im Ausland wären. Und das geht ganz leicht. Statt mit den Kindern in Schweizerdeutsch zu sprechen, spreche ich während des Tages ganz einfach in der gewünschten Fremdsprache und übersetze den Satz zu Beginn gleich anschliessend 1:1. Auf diese Art und Weise ähnelt das Fremdsprachenlernen jener Art, wie kleine Kinder die Muttersprache lernen. Ganz ähnlich empfiehlt  Vera F. Birkenbihl das Erlernen von Fremdsprachen. Wir lassen ihre Erkenntnisse auch bei uns einfliessen.

Es gibt Fachkreise, die empfehlen, dass Kinder möglichst früh Fremdsprachen lernen sollten. Sie begründen das damit, dass ein Baby fähig ist, die Töne aller Sprachen zu unterscheiden. Wenn es durch seine Mutter und seine Umgebung auf die Töne der Familiensprache spezialisiert wird, wird es mehr und mehr die Fähigkeit verlieren, andere Töne, die nicht zu dieser Sprache gehören, zu erkennen. Darum hört das kleine Kind verschiedene Sprachen und behält die sprachliche Fähigkeit, zu verstehen und zu sprechen. Es hat einen anderen Bezug zu den Sprachen als die Jugendlichen und Erwachsenen. Es lernt einfacher und unbewusst, durch spielerische Nachahmung, auf die selbe Weise, wie es seine Muttersprache erlernt. Diese aussergewöhnliche Lernfähigkeit für Sprachen nimmt mit dem Alter progressiv ab und verschwindet nach dem zehnten Altersjahr.

Wieder andere Fachkreise betonen, dass die Zeit für eine zweite Sprache erst dann reif sei, wenn das Lerninteresse beim Kind vorhanden sei. Das sei je nach Kind im Alter von zwischen 10 und 13 Jahren.

Nun, wann auch immer die Zeit beim Kind reif ist, einig scheint man sich zu sein, dass Fremdsprachen das Sprachbewusstsein, die Sensibilisierung für andere Kulturen, die Offenheit gegenüber anderen Menschen und die Toleranz fördert. Eine Fremdsprache ermöglicht zudem Einblick in verschiedene Kulturen mit deren spezifischen Denkarten und dem ihr eigenem Humor. 

All unseren Kindern macht das Sprachenlernen auf jeden Fall sichtlich Spass und unsere älteste Tochter hat bereits angekündigt, dass sie als nächstes Spanisch lernen möchte. Schauen wir mal, wie lange unser Spanisch da noch reicht ;-) ).

Wir sind der Meinung, dass es nie zu früh ist, mit Kindern Material Französisch und Englischin einer fremden Sprache zu sprechen, solange sie Freude und Spass daran haben.

Mittlerweile haben wir schon eine Menge mit vielen schönen und auch inhaltlich stimmigen Bilderbüchern, Geschichten, Liedern, Reimen, Spielen oder CD’s auf Englisch und Französisch. Der absolute Hit zur Zeit sind die ‘Winnie the Witch’ Bücher, welche uns mit ihrem Humor und den vielen Details überzeugen und es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mindestens eines dieser Bücher anschauen und erzählen.

So experimentieren wir das Fremdsprachenlernen auf vielfältigste Art und Weise und können über den Lernfortschritt unserer Kinder nur staunen.

Bauraum und Rollenspiele

Januar 31st, 2010

Unser Wintergarten wird eigentlich nur im Winter seinem Namen gerecht! Vom Frühling bis zum Herbst ist dieser 25 m2 grosse  Raum viel eher ein Kinderbaugarten. Unsere Kinder finden hier viele kleine Figuren und Mini-Zubehör für Rollenspiele sowie eine Fülle von Bauklötzen in allen Variationen. Spielen mit Klötzen erfüllt ein Grundbedürfnis der Kinder nach räumlichem Gestalten und auch danach, sich selbst in einen Raum einzubinden. Bauraum und RollenspieleHierbei werden spielend Erfahrungen gesammelt, werden die eigenen Fähigkeiten der Gestaltung erprobt und entwickelt und es wird die individuelle Geschicklichkeit erkannt. Es werden aber auch Geduld und Konzentration geübt und Umwelterfahrungen eingebracht. Dadurch, dass sich im Bauspiel schöpferisches Denken, Konzentration und viele andere psychische Eigenschaften herausbilden, beginnen sich wichtige Persönlichkeitsmerkmale zu entwickeln. Unsere Kinder lieben diesen Raum und meistens werden ganze Geschichten in ein Bauwerk umgewandelt. In unseren Blogeinträgen Rollenspiele und Mehr als nur ein Spiel haben wir auch schon darüber berichtet.    

Im Moment ist es im Wintergarten wirklich winterlich und zu kalt, um sich dort zum Spielen aufzuhalten. Während wir andere Jahre all die Materialien in den warmen Wohnbereich gezügelt hatten, haben wir dieses Jahr bewusst darauf verzichtet, nicht zuletzt auch wegen Platzgründen!! Doch mittlerweile haben sich die Kinder immer mal wieder ein bisschen Material nach drinnen geholt und aus ‘ein bisschen’ ist inzwischen schon ganz schön viel geworden! Das zeigt aber auf eine schöne Art und Weise, dass Bauen und Rollenspiele ein Grundbedürfnis von (unseren) Kindern ist.

Die Aussage ‘Bauen – eine von hundert Sprachen der Kinder!’ können wir voll und ganz unterschreiben.

Literaturliste aktualisiert

Januar 10th, 2010

Auf unserer Webseite haben wir unsere Literaturliste mit gelesenen Büchern nachgeführt, welche uns im Jahr 2009 berührt und bewegt haben. Neben vielen anderen Büchern haben uns wie immer vor allem diejenigen angesprochen, welche mit Lernen, Einfühlung, Philosophie und Spiritualität zu tun haben:

  • amo ergo sum von Christina Kessler
  • Das Freilerner-Buch von Jan Hunt (Hrsg.)
  • Die integrale Schule des Mensch von Ralf Girg
  • YogaKids von Marscha Wenig
  • Ganzheitliche Entspannungstechniken für Kinder von Ursula Salbert

Wir können diese Bücher wärmstens empfehlen. Unsere aktuelle Literaturliste kann ab sofort heruntergeladen werden.

Studie über Kanadische Erwachsene, die vor 15 Jahren Bildung zu Hause praktizierten

Dezember 20th, 2009

Unter dem Titel ‘Fifteen Years Later – Home-Educated Canadian Adults, 2009’ ist vom Canadian Centre for Home Education eine bemerkenswerte Studie veröffentlicht worden.

Die erste Generation von Kanadischen Erwachsenen, die vor 15 Jahren als Kinder ‘Bildung zu Hause’ praktizierten und die sich anno 1994 an einer Studie über ‘Home Education’ beteiligten, wurden mittels einer Umfrage eingeladen, ihre Erfahrungen 15 Jahre danach mitzuteilen. Die Umfrage beinhaltete Fragen über ihre wirtschaftliche, Ausbildungs-relevante, berufliche und soziale Grundzufriedenheit sowie weiteren Fragen über ihren heutigen Lebensstil. Die heutige Sicht ihrer Erfahrungen mit ‘Bildung zu Hause’ vor 15 Jahren wurden ebenfalls nachgefragt. Wo immer möglich, wurden die Antworten verglichen mit existierenden Informationen aus öffentlichen Quellen.

Im Allgemeinen zeigen die Befragten grosse Wertschätzung für die Möglichkeit, die ihnen mit ‘Bildung zu Hause’ geboten wurde. Das Bildungsniveau, die berufliche Leistungen und das gesellschaftliche
Engagement dieser Erwachsenen zeigen gemäss dieser Studie den grossen Erfolg von ‘Bildung zu Hause’ in Kanada.

Wir freuen uns, dass zu diesem Thema immer mehr Publikationen und Langzeitstudien aus den USA, Kanada und Australien veröffentlicht werden. Das hilft uns, noch profunder für unser Anliegen zu argumentieren.

Min Za

Dezember 7th, 2009

Min Za wöt einfach nöd usä cho.
Äs nützt kei rupfä und zupfä.

Er wöt einfach nöd usä cho.
So mues i halt no warte.

Hät scho liäber, das er dossä wär.
Er hangt nämli nur no amä Fadä dra.

Oje, min Za, min Za – jetzt isch er duss.
I bi so froh.

4.12.2009 (1. Gedicht von Sara)

Interessen-Plätze

Dezember 4th, 2009

Haben die Kinder ein authentisches Bedürfnis zu einem Thema mehr zu erfahren, dann gestalten wir Eltern die Umgebung so, dass Lernen zu dem gewünschten Thema stattfinden kann. So entstehen dann oft kleine oder grössere Interessen-Plätze. Hier stellen wir Materialien bereit, sodass die Kinder sich zu ihrem interessierten Thema bilden können. Das Internet ist dabei eine selbstverständliche und wichtige Unterstützung. Zur Zeit haben wir ein Interessen-Tischchen zum Thema ‘Tiere in Australien, Tiere in der Steppe, Tiere im Urwald und Tiere im Meer’. Nebst Bilder-und Sachbücher aus Interessen-Tischchen 'Tiere'unserer eigenen Kinder-Bibliothek oder der Gemeinde-Bibliothek hat es hier Spiele wie Memories oder Dominos, Fragekarten, Infokarten, Rätsel, Kopiervorlagen, usw. Ein weiterer Interessen-Platz mit dem Thema Körper ist inzwischen zu einer Interessen-Ecke gewachsen. Wir haben erfahren, dass dieses Thema bei unseren Kindern immer wieder neu aktuell ist und somit haben wir diesen Bereich ergänzt und vergrössert. In der neu entstandenen Körper-Ecke befinden sich verschiedenste  Bücher zum faszinierenden Thema Körper, wobei für jedes Alter etwas mit dabei ist. Zusätzlich wird diese Ecke bereichert durch einen stabilen Torso, welchem man die Organe rausnehmen kann, um so das Innere des Bauches zu entdecken und zu erkunden. Auch ein Skelett und ein Stethoskop sowie zwei Körper-Poster gehören dazu. Zur Zeit spielen die Kinder ‘Arzt und Ärztin’. Und das obwohl sie noch nie ernsthafte Erfahrungen mit einem Spital oder einem Mediziner hatten. Im Rollenspiel nehmen sie den Torso auseinander und als kleine Ärzte wollen sie natürlich wissen, für was denn die verschiedenen Organe zuständig sind. 'Körper-Ecke'So haben wir abgemacht, dass ich ihnen jeden Tag zu einem einzelnen Organ einige Besonderheiten erzähle. Das Interessante für mich ist jeweils, dass sich jedes Kind jene Informationen herauspickt, welche seinem Reifeprozess entsprechen. Selbst Nalin (4 Jahre) findet es am Besten, wenn er als spielender Patient zur ‘Ärztin’ geht und sagen kann, welches Organ ihm gerade weh tut oder wenn er selber als Arzt seinen ‘Patienten’ einige Schüsslersalze verabreichen kann oder sie mit einer Spritze am ganzen Körper kitzelt!

Auch gerade aktuell ist der Interessen-Platz zum Thema Advent und Weihnachten, wo die Kinder diverse Bücher, Geschichten, Bastelmaterial, usw. vorfinden.

Auch hier fliessen Wissengebiete und Lernbereiche ineinander über. Mit Lesen, Tasten, Schauen, Staunen, Spielen sowohl aktiv als auch passiv, Spüren, Fühlen, usw. werden verschiedenste Sinne und Lernkanäle gleichzeitig nebeneinander aktiviert.

Puppengalerie

Dezember 3rd, 2009

Diese Galerie ist immer wieder mal für eine gewisse Zeit das Paradies unserer Mädchen. Was natürlich nicht bedeutet, dass Nalin nicht auch hier spielen darf. Doch seine Interessen gelten meistens anderen Dingen, wie Arbeiter, Kräne, Bagger und Maschinen aller Arten, was keineswegs anerzogen ist! Die Mädchen übernehmen zum Beispiel die verantwortungsvolle Rolle als Mutter oder Vater und versuchen möglichst viele Erlebnisse wahrheitsgetreu nachzuspielen. Phasenweise ist diese Galerie heiss begehrt: Puppen, Kleider, Stoffe, Vorhänge, Hängebettchen für die Elfen und Feen, grosses Bett für alle Puppen. . . . . . darüber gäbe es viel zu berichten. Es werden hier und im ganzen Haus Rollenspiele in allen Variatonen gespielt.

 

Puppengalerie